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Achtsamkeit und (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 1 – 5 (Jahresprogramm, einzeln buchbar)

Für Praktizierende und Lehrende von MBI wie MBSR, MBCT, MSC und alle, die an den buddhistischen Grundlagen der Achtsamkeits- und Mitgefühlspraxis interessiert sind

Kursnummer
6.0
Dozent(in)/Lehrer(in)
Kursbeschreibung

NEU: Alle Module können jetzt auch einzeln belegt werden, d.h. eine Voranmeldung für das ganze Programm entfällt und sowohl Neu-Interessierte als auch Absolventen des ersten Durchgangs in den Jahren 2018/2019 können sowohl die 6-Tages-Retreats als auch die 2- oder 3-Tages-Kurse besuchen.

Buchungen nur noch über die Anmeldeseiten der einzelnen Module möglich!

In den letzten 25 Jahren sind meditative Übungsprogramme, in deren Mittelpunkt Aspekte von Achtsamkeitspraxis stehen, weithin bekannt geworden. Diese so genannten MBI (Mindfulness Based Interventions) haben völlig neue Zielgruppen erschlossen und so wird Meditation für immer mehr Menschen als Alltagsübung verfügbar. Besonders wirkungsvoll haben sich diese Übungen bei Stress und Burnout, emotionalen Belastungen und Depressionen erwiesen. Sie helfen auf erstaunliche Weise auch Betroffenen mit körperlichen Beschwerden und chronischen sowie lebensbedrohenden Erkrankungen.

Hinzu kommt seit einigen Jahren der Ansatz des Selbstmitgefühls, durch den man lernen kann, mit eigenen Emotionen und Krisen freundlicher und liebevoller umzugehen und die bereits in sich vorhandenen Ressourcen für Selbstfürsorge zu aktivieren.

Die Mediziner, Therapeuten und Psychologen, welche bei der Entwicklung neuerer MBI-Programme federführend waren, haben selbst oft einen buddhistischen Hintergrund oder sind Schüler buddhistischer Lehrer aus unterschiedlichen Traditionen. Ihre Motivation ist es, die Kostbarkeit und Wirksamkeit von Meditationsmethoden in den gesellschaftlichen Alltag zu übertragen, als Beitrag im Gesundheitswesen und in anderen Lebensbereichen. Hier stehen primär akute Leidminderung, die Verbesserung von Lebensqualität und Genesung im Vordergrund statt dem in traditionellen Kontexten vermittelten Ideal psychologischer und spiritueller Befreiung.

Viele Menschen sind DozentInnen in ihren Ausbildungsrichtungen geworden und im Laufe ihres Trainings mit meditativen Ansätzen aus dem Buddhismus in Berührung gekommen. Und doch kommt im gedrängten Rahmen ihrer Ausbildung der Pfad-Aspekt des ursprünglichen Buddhismus oft zu kurz, den Vordenker und Vorreiter der jeweiligen Methoden noch selber erfahren haben. Andererseits gibt es Menschen, die sich seit langem mit traditionellen buddhistischen Übungswegen beschäftigen und nun ein Interesse daran entwickeln, wie ein pragmatisches und alltagstaugliches Achtsamkeitsverständnis heute geübt und angewendet werden kann. Zwischen traditionellem Übungsstil und moderner Anwendung liegen häufig große Schritte des Übergangs und der Veränderung.

Dieses Jahresprogramm setzt sich mit dem Praxisstil der Achtsamkeits- und Selbstmitgefühls-Meditationen auseinander und vermittelt einige der zentralen buddhistischen Wurzeln dieser Achtsamkeits-Übungen.

Hierfür hat sich ein Kollegium von erfahrenen westlichen Dozenten versammelt, die sowohl einen buddhistischen Hintergrund haben als auch mit den MBI-Methoden vertraut sind.

Zudem findet das Programm an einem Ort statt, an dem seit Jahrzehnten traditionelle buddhistische Meditationen gelehrt und praktiziert werden. Der buddhistische Resident-Lama des Kamalashila Instituts und Gelehrte Acharya Lama Kelzang Wangdi wird die Wurzeln der buddhistischen Meditationspraxis anhand essentieller Lehren des frühen und des späteren Mahayana-Buddhismus aufzeigen.

Nach dem erfolgreichen Programm der vergangenen zwei Jahre wendet sich dieser zweite Durchgang auch erweiternd der Frage zu, in welcher Weise und in wie weit klassischer Buddhismus und zeitgenössische Achtsamkeitspraxis voneinander abweichen.

Was bedeutet die Ausrichtung auf einen langfristig angelegten Weg geistiger Reifung bis hin zu dem Verständnis des Erwachens bzw. der Erleuchtung? Und wohin führen uns die Methoden der Stressbewälti-gung, die das Ziel haben, besser mit unseren Emotionen und unseren Körperempfindungen umgehen zu können, um letztlich ein gesunderes und glücklicheres Leben führen zu können? Inwieweit bedingen, ergänzen oder widersprechen sich diese beiden Ausrichtungen?

Darüber hinaus werfen wir auch einen kritischen Blick auf die Achtsamkeitspraxis als Selbstoptimierungs-Programm und individualistische Erfolgsstrategie.

Die Teilnehmer erhalten nach den einzelnen Modulen die während des Programms aufgezeichneten Vorträge und Meditationen in Form von Texten und Audiodateien, sowie viele Hinweise zum Selbststudium und für die eigene Meditationspraxis.

Kurs- und Terminübersicht (jedes Modul einzeln buchbar):

Für die Anmeldung und die detaillierten Kursbeschreibungen die gewünschten Module bitte nachstehend anklicken!

Kurs 6.4 / Modul 1: 23. – 28. Juni 2020
Sechstägiges Praxisretreat zum Anapanasati-Sutta (hier anmelden)
Achtsamkeit in Verbindung mit dem Atem und
Formen der heutigen Achtsamkeitspraxis (MBI)

Kurs 9.4 / Modul 2: 25. – 27. September 2020
Wochenende zur Metta-Herzensgütepraxis (hier anmelden)
Das Metta-Sutta (Buddhas Lehrrede über die Herzensgüte) und
die Selbst-Mitgefühlspraxis (MSC)

Kurs 12.6 / Modul 3: 10. – 13. Dezember 2020
Achtsamkeit im Frühen Buddhismus &
im Achtfachen Pfad des Buddha (hier anmelden)
Eine psychologische Herangehensweise

Kurs 2.4 /Modul 4: 25. – 28. Februar 2021
Mitgefühl für Andere in MBSR und MSC &
Fragen der Ethik auf dem Bodhisattva-Pfad
des Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus (hier anmelden)

Kurs 7.1 / Modul 5: 06. – 11. Juli 2021
Sechstägiges Praxisretreat zu Achtsamkeit & der wahren Natur des Geistes (hier anmelden)
Der Mahamudra-Gesang am Ganges von Tilopa

Sonstige Infos

Das Jahresprogramm umfasst fünf Module (einzeln buchbar über die Links in der Kurs- und Terminübersicht): zwei sechstägige Praxisretreats (jeweils im Juni 2020 und im Mai 2021), die den Rahmen bilden und zwei Viertageskurse sowie einen Wochenendkurs, insgesamt 18 volle Lehr- und Übungstage.

Beginn: jeweils am ersten Tag um 19.00 Uhr
Ende: jeweils am letzten Tag um 14.00 Uhr

Die Unterbringung im Institut oder den umliegenden Ferienwohnungen ist nicht in den Kursgebühren enthalten und sollte frühzeitig gebucht werden. Da die gemeinsamen Mahlzeiten auch Teil der Praxis sein werden, ist es nur möglich die einzelnen Module mit Vollverpflegung zu buchen.

Bei offenen Fragen zu dem Kurs können sie Lama Yesche U. Regel unter yesche-regel@t-online.de kontaktieren.

Literatur
  • Bhikkhu Analayo: »Der direkte Weg – Satipatthana«
  • Thich Nhat Hanh: »Das Wunder des bewussten Atmens«, »Umarme deine Wut – Sutra der Vier Verankerungen der Achtsamkeit«
  • Mettiko Bhikkhu: »Die Lehrreden des Buddha aus der Mittleren Sammlung«
  • Sharon Salzberg: »Metta-Meditation«
  • Tilmann Borghardt / Lama Lhundrub: »Lodjong - Der große Weg des Erwachens«
  • Dalai Lama: »Die Vier Edlen Wahrheiten«
  • 17. Karmapa Urgyen Trinley Dorje: »Das edle Herz – Die Welt von innen verändern«
  • Dzogchen Pönlop Rinpoche: »Emotionale Befreiung«
  • Jon Kabat-Zinn: »Gesund durch Meditation«
  • Christopher Germer: »Der achtsame Weg zum Selbstmitgefühl«
  • Kristin Neff: »Selbstmitgefühl«
  • Thubten Jinpa: »Mitgefühl – Offen und empathisch sich selbst und dem Leben neu begegnen«
  • Maren Schneider: »MBSR – Stressfrei durch Meditation«, »Ein Kurs in Selbstmitgefühl«
  • Yesche U. Regel: »Mitgefühl für sich, andere und die Welt«, »Selbstmitgefühl durch Tonglen – Leid überwinden mit der 5-Schritt-Meditation«

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